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Seemotive :
Kreuzfahrtschiffe,
Hotelgiganten auf See!
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Unter Passagierschiffen versteht man Schiffe, auf denen Personen von einem Ort zum anderen reisen.
Das trifft z.B. auf die Fähren zu, siehe Marken oben.
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Das trifft auch auf die Passagierschiffe wie die "Bremen" zu, die auf einer festen Linie zwischen
Europa und Nordamerika eingesetzt waren.
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Das trifft auch auf Frachtschiffe (Bild links) zu, die zu ihren Bestimmungshäfen Personen in
zusätzlichen Passagierkabinen mitnahmen.
Dabei lag die Grenze bei 12 Passagieren, weil bei einer
größeren Anzahl ein Doktor an Bord sein mußte.
Kombischiffe (Bild rechts) nahmen bis 87 Passagiere mit.
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Doch nun zu den Kreuzfahrtschiffen:
Ein Kreuzfahrtschiff ist ein Passagierschiff, dessen Hauptzweck nicht die Beförderung von
einem Hafen zu einem anderen, sondern ein Tourismus auf See oder einem Fluß ist.
Dafür wird unter anderem ein Hotelbetrieb für die Unterbringung und Verköstigung der Passagiere
bereitgestellt.
In der Regel läuft das Schiff planmäßig in einem bestimmten Zeitraum mehrere touristisch
interessante Ziele einer Region oder eines Seegebiets an.
Nach den internationalen Sicherheitsbestimmungen von SOLAS (Safety of Life at Sea), der
Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), wird ein Kreuzfahrtschiff rechtlich als ein Schiff
definiert, das mehr als zwölf Passagiere befördert und deren Aufenthalt an Bord in der Regel länger
als 24 Stunden dauert.
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Die Erfindung der Kreuzfahrt wird der Peninsular and Oriental Steam Navigation Company (P&O)
zugeschrieben.
1840 nahm es den Postdienst nach Alexandria auf. Ab 1844 bot es Luxuskreuzfahrten nach
Gibraltar, Malta und Athen an.
P&O Cruises gilt als ältestes Kreuzfahrtunternehmen Europas.
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Einige Schifffahrtsexperten halten den Hamburger Reeder Albert Ballin für den Erfinder der Kreuzfahrten.
Albert Ballin (1857 - 1918) machte als Generaldirektor die Hamburg-Amerikanische
Packetfahrt-Actien Gesellschaft (HAPAG) zur größten Schifffahrtslinie der Welt.
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Die "Augusta Victoria" lag im Winter 1890/91 ungenutzt auf Reede.
Aus diesem Grunde wurde sie am 22. Januar 1891 auf eine "Vergnügungsreise" ins Mittelmeer geschickt.
Mit 174 Gästen aus Deutschland, England und Amerika und einer Besatzung von 245 Mann lief
man in Cuxhaven aus. Die Reise dauerte zwei Monate.
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Das Schiff war 141m lang, 17m breit und lief mit zwei Propellern 19 kn.
Für 400 Passagiere war in der 1. Klasse Platz, 120 in der 2. Klasse und weitere 580 im Zwischendeck.
1897 wurde das Schiff in Belfast umgebaut und der Name wurde in "Auguste Victoria" korrigiert.
Denn der richtige Name der Kaiserin war:
Auguste Viktoria Friederike Luise Feodora Jenny von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg.
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Ein Beispiel für ein "kleineres" Kreuzfahrtschiff:
Die "Deutschland" der Reederei Peter Deilmann war ein Kreuzfahrtschiff und wurde im Fernsehen
als Traumschiff bekannt.
Sie wurde bei den Howaldtswerken / Deutsche Werft in Kiel von 1996 - 1998 gebaut.
Einige Daten: L* B * T - 175 * 23 * 6 Meter, 22.496 BRZ, 19 kn. Passagiere 520 auf acht Passagierdecks.
Die Ausstattung der "Deutschland" orientierte sich am Stil der Grand Hotels der zwanziger Jahre.
Neben Salon und drei Restaurants waren sechs Bars, Sport- und Wellnessbereich, zwei Pools,
Kino- und Konferenzraum mit Bibliothek und eine Krankenstation an Bord.
Nach der Insolvenz der Deilmann Reederei wurde das Schiff verkauft und fährt heute unter dem
Namen "World Odyssey".
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Die RMS "Queen Elizabeth 2" wurde 1965/69 bei John Brown & Co., Schottland gebaut.
Die Länge betrug 294 Meter, Vermessung 70.327 BRZ,
Geschwindigkeit bis 32,5 kn.
Verbleib: 2008 aufgelegt, seit 2018 Hotelschiff in Dubai.
Die "QE2" bot Platz für 1900 Passagiere und 1015 Besatzungsmitglieder, also insgesamt 2915 Menschen.
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Auf dem Schiff waren fünf Restaurants, zwei Cafés, drei Swimmingpools, eine Bücherei,
ein Krankenhaus und ein Kinosaal untergebracht.
Ferner gab es noch Pub, Nachtclub und mehrere Bars, ein Casino, Shoppingpromenade sowie
ein Fitness-Center.
Die "Queen Eizabeth 2" wurde im Transatlantikdienst eingesetzt, 1982 wurde sie als Truppentransporter
im Falkland Krieg benötigt und ab 2004 fuhr sie als Kreuzfahrtschiff durch die Weltmeere.
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Auf diesem Block sind die "Century", die "Grand Princess", die "Queen Victoria" und die
"Costa Mediterranea" abgebildet.
Für Urlauber und "Landratten" sind es Traumschiffe. Für Seeleute und "shiplovers" sind
diese hohen Kisten nur schwimmende Hotels, die kaum etwas von einem schönen Schiff verkörpern.
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In der oberen Marke ist die "Legend of the Seas" abgebildet.
Sie wurde 1995 von Royal Caribbean International in Dienst gestellt und war das Typschiff
der Vision-Klasse. Das 264m lange Schiff konnte bis zu 2.196 Passagiere an Bord nehmen.
Auf der unteren Marke ist die italienische "Costa Concordia" abgebildet.
Das 290 m lange Schiff wurde 2004/2005 in Italien gebaut. Eine Besatzung von 1.100 Männern
und Frauen umsorgten 3.780 Passagiere.
Das Schiff lief am 13. Januar 2012 vor der Insel Giglio im Mittelmeer auf einem Felsen,
schlug leck und blieb mit 65 Grad Schlagseite auf einem Felsen liegen.
Der Unfall forderte 32 Todesopfer (von 4229 Menschen auf dem Schiff).
Das Schiff wurde gehoben, nach Genua geschleppt und verschrottet.
Der Kapitän wurde zu einer Haftstrafe von 16 Jahren und einem Monat verurteilt. Er war vermutlich
wegen einer Dame zu dicht an die Küste herangefahren.
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Die Kreuzfahrtschiffe wurden bunter, auch außenbords.
Die Flotte der AIDA kreierte den Kussmund am Bug ihrer Schiffe.
Andere Reedereien folgten. Links die "Norwegian Epic", in der Mitte
die "Pride of Aloha".
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Ein Clubschiff ist ein modernes Kreuzfahrtschiff, das nach dem Konzept eines Feriendorfes
oder Clubhotels an Land betrieben wird. Auf diesen Schiffen gibt es keinen "Dresscode".
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Die hier dargestellte "AIDAbella" wurde 2007/2008 bei der deutschen Meyer Werft gebaut.
Das 252m lange Schiff hat eine Vermessung von 69.203 BRZ, läuft mit einem
dieselelektrischen Antrieb 22 kn,
hat 13 Decks und 1025 Gästekabinen. Darin ist Platz für 2.500 Passagiere. Im Frühjahr 2026 wurde
das Schiff modernisiert.
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Für die Passagiere stehen u. a. sieben Restaurants, elf Bars sowie "Wellness und Sportbereiche" mit
einer Fläche von 2.300 m² und insgesamt 6.400 m² Sonnendecks zur Verfügung.
Dazu gehört ein vielseitiges Entertainmentprogramm mit Live-Musik, Theater und
spannenden Freizeitangeboten mit betreuten Kinderclubs.
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Die "Queen Anne" wurde bei Fincantieri, Italien gebaut und 2024 an Cunard abgeliefert.
Mit einer Länge von 345m und 14 Decks hat das Schiff eine Vermessung von 151.800 BRZ.
1.225 Mannschaftsmitglieder betreuen 2.996 Passagiere.
Das Schiff wird mit zwei ABB-Azipods gesteuert und hat eine
Hoechstgeschwindigkeit von 24 kn.
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Technisch gehört die "Queen Anne" zur Pinnacle-Klasse der Fincantieri Werft mit dem Typschiff
"Koningsdam".
Passagiere können Kabinen von Deck 1 bis Deck 11 in 28 Preisklassen wählen.
Mit Unterhaltungsprogrammen, Spa- Wellnessbereich, Sport mit Fitness und Padel-Tennis und
Swimmingpools, Restaurants / Bars, Einkaufspassage, Casino, Theater und Kinderbetreuung
ist alles vorhanden.
Die Preise lagen je nach Kategorie von ca. 230 bis 630 Euro pro Person und Tag (April 2025).
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Die "World Discoverer", 1975 in Dienst gestellt, war ein Kreuzfahrtschiff und eines der ersten,
das speziell für Expeditionsreisen gebaut wurde.
Gebaut bei Schichau Unterweser konnte das nur 88m lange Schiff 152 Passagiere mitnehmen.
Das Schiff hatte einen eisverstärkten Doppelwandrumpf.
Im April 2000 lief das Schiff bei den Salomon Inseln auf ein Riff und wurde aufgegeben.
Alle Personen konnten gerettet werden.
Seit 2026 gibt es eine neue "World Discoverer".
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Ein Expeditionsschiff unter den Kreuzfahrern ist ein speziell gebautes Wasserfahrzeug,
das für Reisen in abgelegene, schwer zugängliche und extreme Regionen wie z.B. die Arktis oder
die Antarktis konzipiert ist.
Es dient als mobile Basis für Natur- und Erlebnisreisen.
Sie sind deutlich kleiner als klassische Kreuzfahrtschiffe.
Viele verfügen über einen eisverstärkten Rumpf oder eine hohe Eisklasse, um sicher
durch schwimmendes Meereis navigieren zu können.
Sie sind mit speziellen Schlauchbooten (Zodiacs) ausgestattet,
mit denen Passagiere an unbefestigten Küsten an Land gehen können.
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Russland beteiligte sich aktiv am Expeditionstourismus.
Eine Marke vom Atom-Eisbrecher "Yamal", der 1992 in Dienst gestellt wurde.
Mit dem Schiff wurde ein florierender Tourismus zum Nordpol betrieben.
Das Schiff hat Kabinen für 100 Passagiere.
Mit den Tauchbooten "Mir-1" und "Mir-2" wurden Tauchfahrten zum Wrack der "Titanic" durchgeführt.
Beide Boote können bis 6000m tauchen und 17 bis 20 Stunden unter Wasser bleiben.
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Kreuzfahrten werden auch auf Flüssen und Kanälen durchgeführt.
Diese Flusskreuzfahrtschiffe unterscheiden sich stark von den Hochseekreuzfahrern.
Die Maße sind durch die Dimensionen von Wasserstraßen, Schleusen und Brücken begrenzt.
Geringer Tiefgang bei geringen Pegelständen, flache Aufbauten wegen der Brücken
und kleine Breite wegen der Schleusen.
Folglich wird in die Länge gebaut. Durchschnittlich sind die europäischen Flusskreuzfahrer
bis 140m lang, 11m breit und haben 1,2 bis 1,8m Tiefgang.
Die Passagierzahlen schwanken von 100 bis 250 Personen.
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Unter der Kreuzfahrer Kundschaft gibt es viele Menschen, die zur Seefahrt einen besonderen
Kontakt bzw. Vergangenheit haben / hatten.
So hat sich eine Trendlinie zu Kreuzfahrten unter Segeln entwickelt.
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Ein Beispiel ist hier das die "Sea Cloud".
Sie ist heute ein Luxuskreuzfahrtsegelschiff. 1931 wurde sie im Auftrag des
US-amerikanischen Multimillionärs Edward Francis Hutton (1875–1962)
als damals größte und luxuriöseste gebaute Privatsegelyacht der Welt
mit der Takelage einer Viermastbark von der Friedrich Krupp Germaniawerft in Kiel
unter dem Namen "Hussar V" gebaut.
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Nach Kriegseinsätzen als US-Küstenwachschiff, mehr als sechsfachem Besitzerwechsel,
langen Liegezeiten und drohendem Abwracken wurde das Schiff 1978 von einer Hamburger Gruppe
erworben und restauriert.
Seit 1994 gehört das Schiff unter seinem alten Namen "Sea Cloud"
zur Hamburger Reederei „Sea Cloud Cruises“ und wird für Kreuzfahrten eingesetzt.
Die Viermastbark hat eine Segelfläche von ca. 3000 qm mit 29 Segeln und kann damit bis
15 kn erreichen. Sie kann maximal 64 Passagiere an Bord mitnehmen.
Goldene Bad-Armaturen, Carrara-Marmor, edle Hölzer, blanker Messing und antikes Mobiliar.
Dadurch zeichnen sich die Kabinen an Bord der "Sea Cloud" aus.
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Die "Royal Clipper" ist ein Segel-Kreuzfahrtschiff, ein Fünfmastvollschiff, gebaut nach dem
Vorbild der "Preußen" (1902–1910).
Der Bau des Schiffes begann 1990 bei der Danziger Werft, fertiggestellt wurde es 2000
bei Marwede, Holland.
Mit 42 Segel, einer Fläche von 5.050 qm kann das Schiff eine Geschwindigkeit von 18 kn erreichen.
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Für die Segel braucht kein Matrose mehr in die Masten klettern.
Die Rahen sind hohl, in die die Segel von Deck aus gesetzt und geborgen werden können.
Die Passagiere haben in 114 Kabinen verschiedener Kategorien Platz.
Das Schiff verfügt über ein Restaurant, mehrere Bars, drei Pools, von denen einer einen als
Kuppel des Atriums dienenden Glasboden besitzt, zwei Lounges, eine Bibliothek sowie eine
Unterwasserlounge mit Fitness- und Spa-Bereich.
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Als Hitler mit seiner NSDAP in Deutschland regierte,
wurden 1933 die freien Gewerkschaften liquidiert und die Staatsgewerkschaft "Deutsche Arbeitsfront" (DAF)
gegründet. Als Unterorganisation der DAF entstand die NS-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" (KdF).
Mit dem Amt für Reisen, Wandern und Urlaub war die KdF Gemeinschaft der größte Reiseveranstalter
zu dieser Zeit. Das Deutsche Volk sollte zufrieden gestellt sein.
Für KDF Vergnügungsreisen fuhren damals 12 Schiffe, unter anderem auch die "Wilhelm Gustloff".
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Das Schiff wurde 1937/38 bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut. Die Schiffslänge betrug 209m, die
Vermessung lag bei 25.484 BRT, die Geschwindigkeit betrug 16,5 kn und 1.471 Passagiere konnten
mitfahren.
Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurde das Schiff 1945 durch Torpedotreffer eines russischen
U-Bootes in der Ostsee versenkt, ca. 9.000 flüchtende Menschen starben.
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Die im Oktober 1949 gegründete Deutsche Demokratische Republik (DDR) mußte ihre Bürger auch "bei Laune halten".
Sie folgte dem KDF Beispiel und kaufte 1960 die schwedische "Stockholm", um sie als
Urlauberschiff einzusetzen.
Die "Stockholm" kollidierte 1956 mit der italienischen "Andrea Doria" und wurde auch
aus diesem Grund in "Völkerfreundschft" umbenannt.
Das 160m lange Schiff war 1946/48 bei Götaverken in Schweden gebaut worden. Die Vermessung betrug
11.700 BRT, die Geschwindigkeit 19 kn und 282 Passagiere konnten mitfahren.
1985 verkaufte die DDR das Schiff. Es fuhr dann noch unter neun verschiedenen Namen, bis es 2025
verschrottet wurde.
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2010 war die "Allure of the Seas" das größte Kreuzfahrtschiff der Welt.
Das 361 m lange Schiff bietet Platz für etwa 6300 Passagiere und 2100 Besatzungsmitglieder.
Doch der Ruhm währte nicht lange. Es werden immer größere "schwimmende Hotels" gebaut.
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Das größte Kreuzfahrtschiff der Welt ist 2025 die "Icon of the Seas" von der Reederei Royal Caribbean
International. Das Schiff wurde bei der Meyer Turku Werft in Finnland gebaut und 2024
abgeliefert.
Einige Daten: Länge 365m, Breite 65m, Tiefgang 9,25m, Gesamtseitenhöhe 65m mit
eingefahrenem Schornstein, Vermessung 248.663 BRZ,
20 Decks, 2.805 variable Kabinen (PAX Kabinen) für maximal 7.600 Passagiere,
Besatzung: ca. 2.350 Personen, d.h. ein Schiff mit rund 10.000 Menschen an Bord!
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Highlights an Bord: Größter Wasserpark auf See mit sechs Rutschen, sieben verschiedene Pools.
Über 40 Restaurants, Bars und Lounges, eine Eislaufbahn, ein Surf- und Bodyboard-Simulator, ein
Hochseilgarten, Kletterwand, Sportplatz für Mannschaftssportarten, Minigolf,
Fitnesscenter & Joggingbahn.
Ein Wellness- und Spa-Bereich mit allem Drumherum, ein ruhiger Central Park mit gehobener Gastronomie.
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Moderne Kreuzfahrtschiffe sollen viele Passagiere mitnehmen, also wird noch ein Deck und noch ein
Deck oben aufgesetzt.
Dennoch kippen sie nicht um. Tief unten im Schiff befinden sich die schweren Motoren,
die Tanks für Treibstoff, Frischwasser und Ballastwasser. Die oberen Decks sind aus leichtem
Aluminium. Der Schwerpunkt des Schiffes liegt tief, auch bei größerer Krängung richtet es
sich wieder auf.
Dazu kommen Stabilisatoren und ein computergesteuertes Ballastwassersystem, das
vollautomatisch arbeitet. Wenn ein Sturm das Schiff auf eine Seite drückt oder
alle Passagiere auf eine Seite laufen wird das sofort korrigiert.
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Anmerkung:
Große, lange Schiffe in einem Querformat auf Marken darzustellen ist für die
Markendesigner wohl zu schwierig. Sie beschränken sich dann auf eine überproportionale,
unschöne Bug- bzw. Heckansicht.
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Kreuzfahrten bieten die bequeme Möglichkeit, mehrere Reiseziele zu sehen, ohne das Hotel zu wechseln.
Demgegenüber stehen in Zeiten des Klimawandels eine hohe Umweltbelastung und die
Menschenmassen an Bord.
Die Mehrzahl der Kreuzfahrtschiffe werden noch mit dem umweltschädlichen Schweröl betrieben.
Daraus folgen Umwelt- und Klimaschäden: Hoher Ausstoß von CO2, Feinstaub und
Abgasen belasten Menschen, Natur und Meere.
In vielen Häfen existiert noch kein Landstromanschluß, die Bordmaschinen laufen weiter.
Der Massentourismus drängelt von Bord in die Hafenstädte. Attraktive Häfen
werden pro Tag von mehreren Schiffen angelaufen (nur ein Beispiel: Venedig).
Dann strömen über 10.000 Menschen an Land, zum Widerwillen der Bewohner.
Im Jahr 2025 waren weltweit rund 350 Hochseekreuzfahrtschiffe im Einsatz, also riesige
schwimmende Hotels.
Dazu kommen ca. 700 Flusskreuzfahrtschiffe in Europa, Afrika und Asien.
2025 reisten rund 37,2 Millionen Menschen mit einem Kreuzfahrtschiff – ein neuer Rekord.
Diesen 37 Millionen war der Klimawandel bestimmt kein unbekannter Begriff.
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) führt jährlich ein
Kreuzfahrt-Ranking durch.
Für 2026 erkennt man kleine Fortschritte, aber die Branche bleibt auf fossilem Kurs.
Zum Ranking hier klicken!
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Quellen:
Wikipedia Internet Enzyklopädie
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