Schiffspost
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von der Arge!

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Bisherige "Aktuelle Informationen", die schon etwas älter sind, also nicht mehr aktuell,
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Aktueller Hinweis:

Das geplante Treffen zum Vereinsjubiläum im Oktober 2019 wird nicht in Sindelfingen stattfinden.
Es wird zur Zeit ein neuer Veranstaltungsort gesucht.
Genauere Informationen folgen demnächst.


Bei der Arbeitsgemeinschaft Schiffspost ist das Rundschreiben Nr. 156 mit farbigen Abbildungen erschienen.
Aus dem Inhalt u.a. :
  • Die Postbeförderung zwischen Deutschland, den mittelamerikanischen Staaten und den Westindischen Inseln mit Schiffen der deutschen Reedereien bis 1939, 4. Fortsetzung.
  • SMS Cormoran (I) und Cormoran (II).
  • Die BAR-Frankierung der Briefpost auf dem Kreuzer "Berlin" während seiner 5. Reise.
  • Der große Kreuzer "Seydlitz" und seine Post.
  • Briefstempel Torpedoboot "S 34".
  • Gefälschter Stempel der Linie Hamburg-Westafrika aufgetaucht.
  • Schiffspost der DDR, Umschläge, Karten und andere Druckerzeugnisse des
    MS "Völkerfreundschaft" und GTMS "Fritz Heckert" 1960 - 1985, Teil 1
  • Aktuelle Meldungen und Notizen mit einer ausführlichen Beschreibung eines Faltbriefes von der MS "Völkerfreundschaft".
  • Such- und Tauschmeldungen

Interessenten wenden sich an den Leiter der Arge Schiffspost,
Herrn Friedrich Steinmeyer, Anschrift, email siehe am Ende dieser Seite.

Einige Artikel aus dem Rundschreiben finden Sie auch auf dieser Internetseite.


Mitteilung von Herrn Brockmann:
Parallel zu der Bearbeitung der Drucksachen der ersten beiden DDR-Urlauberschiffe, habe ich die Reisen des MS VÖLKERFREUNDSCHAFT aufgelistet.
Die Excel-Tabelle umfasst mittlerweile 16 Seiten. Sie ist aber immer noch nicht komplett.
Wer Interesse an dieser Liste hat, kann die Datei per Email oder gegen drei 70 Cent Sondermarken bei mir anfordern.
Freuen würde ich mich natürlich über die eine oder andere Ergänzung, so dass wir später mal ein komplettes Verzeichnis aller Fahrten und Werftaufenthalte etc. des Schiffes vorliegen haben.
Sie ist zur Einordnung der Belege m.E. sehr hilfreich.
email:   Wilhelm.Brockmann@t-online.de



Einen detaillierten Bericht über die "Postbeförderung zwischen Deutschland, den mittelamerikanischen Staaten und den Westindischen Inseln mit Schiffen der deutschen Reedereien von 1871 bis 1939".
Teil 4

Diesen Bericht bekommen Sie, wenn Sie auf das Bild des Atlas Plakates rechts klicken.



Einen detaillierten Bericht über die "Entwertung des Schiffes "Altai" im Atlas-Dienst der Hamburg-Amerika-Linie" bekommen Sie, wenn Sie auf das Bild der "Altai" klicken.
Der Bericht stammt von unserem Mitglied Alexey Babochkin aus Moskau.

Dies ist Teil 3 über die "Postbeförderung zwischen Deutschland, den mittelamerikanischen Staaten und den Westindischen Inseln mit Schiffen der deutschen Reedereien von 1871 bis 1939".



Der qroße Kreuzer "SEYDLITZ" und seine Post
von Dr. Horst Fügener, Goltsteinweg 17, 41844 Wegberg-Beeck

Die ab 1908 erbauten Großen Kreuzer (auch Schlachtkreuzer genannt) der Kaiserlichen Marine gehörten zu den kampfstärksten Einheiten vor dem Ersten Weltkrieg.
Das erste Schiff dieser Klasse war die "VON DER TANN". Es folgten die "MOLTKE", "GOEBEN", "SEYDLITZ", "DERFFLINGER", "LÜTZOW" und ab Mai 1917 die "HINDENBURG".
Zu bemerken wäre, dass "GOEBEN" während des Krieges in der Türkei stationiert war. Alle anderen Schiffe waren an den Auseinandersetzungen mit der britischen Royal Navy in der Nordsee beteiligt.

Alle Großen Kreuzer waren auf Grund ihrer Leistungsparameter in Aufklärungsverbänden eingegliedert.
S.M.S. "SEYDLITZ" war von 1914 an mit kurzen Unterbrechungen Flaggschiff der Aufklärungseinheiten.

An zwei großen Schlachten sind - neben anderen Gefechten - alle großen Kreuzer während des Ersten Weltkrieges gegen die Royal Navy beteiligt gewesen:
  • im Kampf auf der Doggerbank am 23.-24.01.1915,
  • an der Skagerrakschlacht am 31.05. - 01.06.1916.
In beiden Treffen erlitt die "SEYDLITZ" schwerste Beschädigungen. Nach der Skagerrakschlacht konnte der Kreuzer nur mit größter Mühe und unter extremen Anstrengungen der Besatzung nach Hause gebracht werden.
Die Einheit lag nach mehreren Verzögerungen am 6.6.1916 wieder in der Schleuse zur III.Einfahrt in Wilhelmshaven fest (siehe hierzu auch Hansen im R. 138-2012, Seite 6672).
Nun noch einige Details zum Großen Kreuzer "SEYDLITZ":
Bauwerft war Blohm und Voß in Hamburg, Kiellegung am 04.02.1911, Stapellauf am 20.03.1912, in Dienst am 22.05.1913.
Antrieb: zwei Satz Marineturbinen auf vier Wellen, die dem Schiff eine Geschwindigkeit von 29 sm/h verliehen.
Besatzung: 43 Offiziere, 1025 Mann - als Flaggschiff 56 Offiziere und 1087 Mann.
Weitere Details, z.B. bei der Bauweise oder Bewaffnung sind der entsprechenden Fachliteratur zu entnehmen.
Die Post des Schiffes.
Nach Pohlmann/Kessing wurde S.M.S. "SEYDLlTZ"ab 22.05.1913 die MarineSchiffspostausrüstung Nr. 36 zugeteilt.
Vor dem Ersten Weltkrieg nahm das Schiff an vier Reisen teil, wovon drei in deutschen Gewässern stattfanden. Die letzte Reise vor dem Krieg ging vom 14.07.1914 bis zum 29.07.1917 nach Norwegen.
MarineSchiffspost kann von diesen Reisen nicht vorkommen, da die Verwendung der MSP in heimischen Gewässern nicht gestattet war. Post aus dieser Zeit kann also nur anhand der Absenderangabe erkannt werden.
Auch nach dem Beginn des Krieges durfte die MSP von August bis Dezember nicht zur Kenntlichmachung der Portofreiheit für die Feldpost eingesetzt werden. Dies erfolgte durch handschriftliche Hinweise, durch den Ortsstempel des Liegehafens oder durch andere Stempel.
Im Vordergrund standen dabei die Briefstempel der Einheiten. Herr Träger beschreibt im R. 107, Seite 4051 deren drei für die "SEYDLITZ".
Einer davon wurde nur als Verschlußsiegel für Dienstbriefe auf deren Rückseite verwendet. Alle Briefstempel können in roter Farbe vorkommen.
Ab Dezember 1914 kam der MSP-Stempel, No. 36" zur Kenntlichmachung der Feldpost in Anwendung. Dieser Stempel ging (vermutlich) im Gefecht auf der Doggerbank verloren, so dass ein neuer Stempel beschafft werden mußte.
Die erste Verwendung des neuen MSP-Stempel "No. 36 b" kam ab März 1915 (nicht wie im Crüsemann notiert ab April 1915) zum Einsatz.
Der zweite Stempel "No. 36 b" ist wesentlich häufiger zu finden als der erste ohne den Kennbuchstaben "b". Der zweite Stempel kann bis 1919 nachgewiesen werden.

Zwischenzeitlich vom 02.07.1915 bis zum 18.09.1915 war auch noch die MSP "No. 207" an Bord. Der Grund dafür ist unbekannt.

Da leider kein postalischer Beleg aus der Internierung in Groß-Britannien vorliegt, zeige ich Ihnen nachfolgend zwei Abbildungen des S.M.S. "SEYDLITZ" aus Scapa Flow.

Das Schiff mußte wie alle modernen Einheiten der Kaiserlichen Marine ausgeliefert werden.
Über den Firth of Forth liefen die Verbände nach Scapa Flow auf den Orkney-lnseln in Nordschottland. In der Bucht von Cava ging die Flotte vor Anker.

Am 21.06.1919 versenkten die eigenen Besatzungen ihre Schiffe, was auch für den Schweren Kreuzer "SEYDLITZ" zutraf.

Anmerkungen zu meinem Bericht:

Die marinegeschicht/ichen Fakten stammen aus Hildebrand/Röhr/Steinmetz - "Die deutschen Kriegsschiffe", Mundus-Verlag, Seite 159 im Taschenbuchband 7.
Die technischen Details aus Koop/Schmolke - "Die großen Kreuzer", Bernd und Graefe Verlag, Seite 65 ff.
Die philatelistischen Aussagen aus Pohlmann/Kessing - "Handbuch der MarineSchiffspost", Hauschild-Verlag, Seite 384.
Die gezeigten Belege entstammen aus den Sammlungen von Holger Hansen (582) und Dr. Horst Fügener (674).
Sollten Sie lieber Leser weitere Details zum Thema haben, würde ich mich über eine Information an meine eingangs genannte Adresse sehr freuen.



Einen detaillierten Bericht über die Marine Schiffspost auf dem kleinen Kreuzer "Cormoran" (I) und dem Hilfskreuzer "Cormoran" (II) bekommen Sie, wenn Sie auf das Bild links klicken.



Gefälschter Stempel der Linie Hamburg-Westafrika aufgetaucht.

Ein Heimatsammler hat mir den oben abgebildeten Brief vorgelegt, mit der Bitte, ihm Schiff und Verwendungszeit zu nennen, damit er den Beleg in seiner Heimatsammlung "Trudering" richtig beschreiben könne.
Er hatte den Brief bei einer e-bay Versteigerung für über € 100,- erworben.

Beim Betrachten war sofort die Fälschung des Seepoststempels erkennbar, denn der Stempel stimmt in seinen Proportionen und den Schriftgrößen mit den Originalstempeln nicht überein (sehen Sie dazu die folgenden Abbildungen, die den gefälschten und zum Vergleich einen Originalstempel zeigen).

Man kann wohl davon ausgehen, daß der Brief unfrankiert mit der Stempelung "Drucksache" einige Jahrzehnte in einem Nachlaß geschlummert hat, bis er von einem Fälscher für seine Zwecke entdeckt wurde.
Er frankierte den Brief mit zwei Freimarken der Deutschen Kolonie Kamerun zu 5 und 20 Pfennig (Michel Nr. 8 und 10).
Das zeigt, das er keine Kenntnisse von Portostufen hatte, da hätte er besser im Michel nachsehen sollen.
Warum dann für einen solchen Beleg auch noch ein deutscher Seepoststempel der Linie Hamburg-Westafrika gefälscht wurde, auch das ohne jegliche Kenntnisse des Gebietes, stimmt nachdenklich.
Daher lieber Sammler, heißt es aufgepaßt, ob nicht noch mehr solcher Belege auftauchen.


Sollten ähnliche Fälschungen auftauchen, würde ich mich über eine Meldung per Fotokopie freuen, damit wir dem Fälscher das Handwerk legen können. Zuschriften bitte an:
Friedrich Steinmeyer, Große Fuhren 35, D-27308 Kirchlinteln



Bei der Arge Navicula, Schiffe und Schifffahrt, ist ein neuer Katalog über maritime Freistempel erschienen.

Klicken Sie auf das nebenstehende Bild und Sie kommen zu einer Beschreibung dieses Kataloges.



Quelle:
Die Berichte dieser Seite stammen von den Herren Friedrich Steinmeyer und Wilhelm Brockmann von der Arbeitsgemeinschaft Schiffspost im Bund Deutscher Philatelisten e.V.
email:   Wilhelm.Brockmann@t-online.de

Interessenten wenden sich an den Leiter der Arge Schiffspost, Herrn Friedrich Steinmeyer, Grosse Fuhren 35, D-27308 Kirchlinteln.
email:   F.Steinmeyer@t-online.de  

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