Schiffspost
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Aktuelle Nachrichten

von der Arge!

Schiffspost



Bisherige "Aktuelle Informationen", die schon etwas älter sind, also nicht mehr aktuell,
finden Sie in unserem "Archiv" wieder, nur auf diese Zeile klicken!


Bei der Arbeitsgemeinschaft Schiffspost ist das Rundschreiben Nr. 160 mit farbigen Abbildungen erschienen.
Aus dem Inhalt u.a. :
  • Hinweise zum Jubiläumstreffen in Leer.
  • Die Postbeförderung zwischen Deutschland, den mittelamerikanischen Staaten und den Westindischen Inseln mit Schiffen der deutschen Reedereien von 1871 bis 1939, 8. Fortsetzung.
  • Ein gefälschter Seepoststempel LINIE DEUTSCH- SÜDWESTAFRIKA CAPSTADT aufgetaucht.
  • Segelschulschiff "Großherzogin Elisabeth".
  • S.M.H. "Coralie Horlock", im Dienst der Kaiserlichen Marine.
  • "Fra Sverige" - Schiffspoststempel Dänemarks
  • Schiffspost der DDR, Umschläge, Karten und andere Druckerzeugnisse des
    MS "Völkerfreundschaft" und GTMS "Fritz Heckert" 1960 - 1985, Teil 5.
  • Aktuelle Meldungen und Notizen, u.a. mit dem Raddampfer "Kaiser Wilhelm", dem Eisbrecher "Stettin", dem Feuerschiff "Borkum Riff", der Schonerbrigg "Greif" und Neues aus Norwegen..
    Dazu Hinweise zu den Heften der Polarphilatelie und dem Polarkurier und der Broschüre Seenotrettung.
  • Die R-Zettel der MSP der Deutschen Bundesmarine ab 1981.
  • Such- und Tauschmeldungen

Interessenten wenden sich an den Leiter der Arge Schiffspost,
Herrn Friedrich Steinmeyer, Anschrift, email siehe am Ende dieser Seite.

Einige Artikel aus dem Rundschreiben finden Sie auch auf dieser Internetseite.



Hotel
Stempel
Einladung bzw. letzter Aufruf !

Bis zum 30. Juli sind noch Anmeldungen möglich!

1969 - 2019       50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Schiffspost im BDPh.e.V.


Jubiläumstreffen vom 13.-15. September 2019 im Hafenspeicher Hotel in Leer (4 Sterne), Ledastr. 23, 26789 Leer.
Wir treffen uns zusammen mit der Arge SMS Navicula, die ihr 60-jähriges Bestehen feiert.

Anfahrt der Naviculaner am Donnerstag, 12. Sept.2019, (wer bis 13:00 Uhr am Freitag dort sein kann, nur 2 Übernachtungen).
der Arge-Schiffspost-Teilnehmer, Freitag 13.Sept. 2019
Donnerstag: 19:00 - 22:00 Uhr Vorstandssitzung der Arge NAVICULA
Freitag: 13:00 - 18:00 Uhr Vollversammlung der Arge NAVICULA
Freitagabend: Gemeinsames Abendessen 18:00 Uhr im Hotel.
Anschließend Vortrag über "Alte deutsche Schnelldampfer auf philatelistischen Marken und Belegen";
danach Tausch, Plausch und Info's für alle.
Samstag: vormittags Altstadtführung in Leer mit ostfriesischer Teezeit,
Nachmittags: Fahrt zur Meyer-Werft, Papenburg, mit Besichtigung.
Abends: Abendessen und unsere gemeinsame Jubiläumsfeier im Hotel.
Sonntag, 15. Sept. ist der Abreisetag bis 11:00 Uhr.
Nachfolgende Angaben sind unter Vorbehalt.
2 Tage, 2 Übernachtungen: im Doppelzimmer: 450,00 €, dito im Einzelzimmer: 295,00 €
3 Tage, 3 Übernachtungen: im Doppelzimmer: 590.00 €, dito im Einzelzimmer: 420,00 €

Die Preise umfassen die Übernachtungen im Hotel samt Frühstück und Abendessen, für den Stadtrundgang in Leer, für die Teetafel und für die Fahrt und Besichtigung der Meyer Werft. Das ist heute so preisgünstig nur in einer Gruppe zu machen.
Wir würden uns freuen, wenn sich die Gruppe noch vergrößert.

Verbindliche Anmeldunqen bis zum 30.07.2019
Danach sollten Sie mal bei Herrn Maahz anfragen, ob er das noch organisieren kann.
email:   navimaahz@ewetel.net



Ein detaillierter Bericht über die "Postbeförderung zwischen Deutschland, den mittelamerikanischen Staaten und den Westindischen Inseln mit Schiffen der deutschen Reedereien von 1871 bis 1939" geht nun in die 8. Fortsetzung.
Sie bekommen diesen Bericht, wenn Sie einfach auf das obige Bild klicken.



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Ein gefälschter Seepoststempel

LINIE / DEUTSCH- / SÜDWESTAFRIKA / CAPSTADT aufgetaucht.

Friedrich Steinmeyer

Unser Sammlerfreund Jürgen Winternheimer entdeckte auf der Internet-Plattform www.delcampe.net mehrere Briefstücke mit Frankaturen des Deutschen Reiches, diese entwertet mit einem "falschen" Seepoststempel der "LINIE / DEUTSCH- / SÜDWESTAFRIKA / CAPSTADT" mit zwei Sternen links und rechts neben der Datumsleiste.
Einen solchen Stempel hat es nie gegeben, er ist ein Produkt eines nichtwissenden Fälschers aus Rumänien.
Nachstehend bilde ich die drei vorkommenden Originalstempel ab.
Die drei Seepoststempel der LINIE DEUTSCH-SÜDWESTAFRIKA-CAPSTADT sind in unserem Handbuch Band III - Deutsche See- und Schiffspost 1886-1945 ausführlich beschrieben, daher erübrigt sich eine erneute Darstellung der Linie.
Die drei Originalstempel sind leicht zu unterscheiden, die Stempel 078 und 079 zeigen zur Unterscheidung die römischen Ziffern "I . mit Punkt" und "I l", während der Stempel 077 ohne eine römische Ziffer hergestellt worden ist.

Herr Brockmann hat nach dem Bekanntwerden bei "delcampe" Einspruch gegen die Fälschungen eingelegt und um Herausnahme der angebotenen vier Briefstücke aus der Internet-Auktion gebeten.
"delcampe" hat den Einspruch an den rumänischen Einlieferer weiter geleitet, der war wohl nicht bereit das zu tun, verringerte seinen Ausrufpreis auf je € 0,75 und dem Hinweis "Stempel falsch".

Nachfolgend bilden wir noch zwei weitere Briefstücke ab. Falls die Stücke woanders auftauchen, bitten wir um Nachricht.

Das vierte, hier nicht gezeigte Briefstück, wurde mit zwei 50 Pfennig-Freimarken (Germania) frankiert.



Seqelschulschiff "Großherzogin Elisabeth"

Horst Lüddicke, Dieskaustr. 272, 04249 Leipzig

Im Infla Bericht Nr. 244 und im Rundschreiben 227 der Arge Schiffspost hatte ich über die Segelschulschiffe des Deutschen Schulschiff-Vereines berichtet.
Darin konnte ich keinen Beleg der "Großherzogin Elisabeth" vorstellen. Heute kann ich einen Beleg vom Segelschulschiff "Großherzogin Elisabeth" vorstellen.
Es handelt sich um einen Vordruck-Briefumschlag des Schulschiffes "Großherzogin Elisabeth".
Der Brief ist frankiert mit 3 x 20 Pfennig Germania Kriegsdruck. Das entspricht dem Tarif für einen Fernbrief bis 100 g Gramm.
Die Entwertung der Freimarken auf dem Brief erfolgte in Neustadt/Holstein am 25.01.1921. Das Schulschiff wurde 1920 neu aufgetakelt und nahm 1921 den Schulbetrieb wieder auf.
Der Inhalt des Briefes (nachfolgende Abb.) wurde auf einem gedruckten Briefbogen des Schulschiffes Großherzog Friedrich August. Der Schiffsname wurde durchstrichen und in handschriftlich in "Elisabeth" umgeändert.


Das Schiff stand als Schulschiff des Deutschen Schulschiffvereines bis 1944 in Dienst.
1928 wurde das Schiff durch einen Brand beschädigt. Nach einer Kollision mit einem lettischen Segelschiff wurde das Schiff 1932 von der Deutschen Seemannsschule Hamburg übernommen und bis 1944 als Schulschiff eingesetzt. 1945 wurde das Schiff als Reparationsleistung an Frankreich abgegeben. 1946 wurde sie nach Brest geschleppt und in "DUCHESSE ANNE" umbenannt. Bis 1960 diente sie als Wohnschiff. Danach wurde das Schiff aufgegeben. 1981 kaufte die Stadt Dünkirchen das Schiff und baute es mit Unterstützung von Sponsoren und eines Fördervereines in seiner originalen Gestalt wieder auf. Bis zum heutigen Tag kann die Ex-"Großherzogin Elisabeth" im Hafen vin Dünkirchen besichtigt werden. Mit 118 Jahren ein hohes Alter für ein Segelschiff.

Daten zum Schiff:
Tonnage: Brutto: 1260 t, Netto: 721 t/ Länge ü.a: 78,0 m / Breite: 12,0 m / Tiefgang: 5,6 m
Höhe Großmast: 48,0 m / Takelung als Vollschiff / Segel: 19 / Segelfläche: 2060 qm / Offiziere: 8 / Unteroffiziere: 7 / Matrosen: 6 / Kadetten: 30 / Mannschaft: 150 Leichtmatrosen und Jungen / Werft: Tecklenborg / Indienststellung: 1901 / Dienstzeit für den Deutschen Schulschiff-Verein: 1901-1932 / Heute: DUCHESSE



Einen detaillierten Bericht über die "Fra Sverige" Schiffspoststempel Dänemarks bekommen Sie angezeigt, wenn Sie auf das obige Bild klicken.



S.M.H. "Coralie Horlock" -
im Dienst der Kaiserlichen Marine.

Holger Hansen.

Das Sammelgebiet der Marine-Schiffspost im 1. Weltkrieg birgt immer wieder Überraschungen.
Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass alle Stempel des bereits über 100 Jahre zurückliegenden Krieges gesichtet und erfasst sind, aber es tauchen immer wieder "neue" Stempel auf, wie der nachfolgend abgebildete Beleg zeigt:
Das Schiff, gebaut 1903 auf der Short Brothers Werft in Sunderland, 3920 BRT, Länge 11 1,5 Meter, 15,2 m breit, Eigner F.W.Horlock, Sunderland, wurde am 4.8.1914 im Hafen von Hamburg unter Kriegsrecht beschlagnahmt.
Es wurde als Transportschiff im Herbst 1917 bei der Eroberung der baltischen Inseln eingesetzt.
Zur Anlandung von Pferden und schwerem Gerät musste die Marine neben eigenen Schiffen auch auf die Kapazitäten von britischen Embargoschiffen zurückgreifen, u.a. waren neben CORALIE HORLOCK auch SMH. ORON, BORDERLAND und SANGARA eingesetzt, von denen wir MSP-Sammler auch entsprechende Belege kennen.
Danach war CORALIE HORLOCK ab Januar 1918 als Zielschiff der USchule im Einsatz.
Im November 1918 nutzte man das Schiff zu GefangenenTransporten, bevor es am 18.12.1918 an den Eigentümer zurückgegeben wurde. Im Jahre 1919 fuhr es als spanische RAMON MUMBRO, am 5.6.1921 strandete das Schiff vor Cavalaire.

Bei den Recherchen zu diesem Bericht gelangte der Verfasser auf die Intenetseite MT9 Project"-Records of CivilianPrisoners of War in National Archives. https://spwsurrey.com/MT9/?page_id=313.
Aus einer Besatzungsliste der CORALIE HORLOCK konnte entnommen werden, dass die 32-köpfige Besatzung des Schiffes zunächst im Lager Ruhleben bei Berlin interniert war.
Einige Seeleute wurden vorzeitig über Holland entlassen. Archivunterlagen auf dieser Internetseite berichten ebenfalls über einen Rechtsstreit, den der Eigner der CORALIE HORLOCK durch seine Weigerung ausgelöst hatte, die Besatzung während der Internierung weiterhin zu bezahlen.
Der Rechtsstreit HORLOCK v. BEAL-CASE beschäftigte das House of Lords sowie das Board of Trade, später Ministry of Transport:
Im Januar 1916 urteilte man zugunsten des Eigners, dass eine Pflicht zur Weiterzahlung der Heuer während der Internierung nicht bestand und entweder eine gesetzliche Grundlage dafür zu schaffen sei oder der Staat dies aus öffentlichen Kassen finanzieren müsse.
Dies geschah allerdings nie. Das Transportministerium empfahl den Reedern in einem Rundschreiben, die Besatzungen internierter Schiffe weiter zu bezahlen, was viele Reeder dann freiwillig taten, die meisten aber ablehnten.

Auch WINTERTON war ein britisches Embargoschiff und diente - wie CORALIE HORLOCK - während des Krieges als Transporter und später als Zielschiff.
Quellenverzeichnis:
Gröner, Die deutschen Kriegsschiffe 1815-1945, Bd. 5



Einen detaillierten Bericht aus dem Bereich der Schiffspost der DDR und zwar über die MS "Völkerfreundschaft" und GTMS "Fritz Heckert" bekommen Sie wenn Sie auf das obige Bild klicken.
Es ist allerdings bereits Teil 5.



Quelle:
Die Berichte dieser Seite stammen von den Herren Friedrich Steinmeyer und Wilhelm Brockmann von der Arbeitsgemeinschaft Schiffspost im Bund Deutscher Philatelisten e.V.
email:   Wilhelm.Brockmann@t-online.de

Interessenten wenden sich an den Leiter der Arge Schiffspost, Herrn Friedrich Steinmeyer, Grosse Fuhren 35, D-27308 Kirchlinteln.
email:   F.Steinmeyer@t-online.de  

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