Schiffspost
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von der Arge!

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Einen detaillierten Bericht über die "Entwertung des Schiffes "Altai" im Atlas-Dienst der Hamburg-Amerika-Linie" bekommen Sie, wenn Sie auf das Bild der "Altai" klicken.
Der Bericht stammt von unserem Mitglied Alexey Babochkin aus Moskau.

Dies ist Teil 3 über die "Postbeförderung zwischen Deutschland, den mittelamerikanischen Staaten und den Westindischen Inseln mit Schiffen der deutschen Reedereien von 1871 bis 1939".



Der qroße Kreuzer "SEYDLITZ" und seine Post
von Dr. Horst Fügener, Goltsteinweg 17, 41844 Wegberg-Beeck

Die ab 1908 erbauten Großen Kreuzer (auch Schlachtkreuzer genannt) der Kaiserlichen Marine gehörten zu den kampfstärksten Einheiten vor dem Ersten Weltkrieg.
Das erste Schiff dieser Klasse war die "VON DER TANN". Es folgten die "MOLTKE", "GOEBEN", "SEYDLITZ", "DERFFLINGER", "LÜTZOW" und ab Mai 1917 die "HINDENBURG".
Zu bemerken wäre, dass "GOEBEN" während des Krieges in der Türkei stationiert war. Alle anderen Schiffe waren an den Auseinandersetzungen mit der britischen Royal Navy in der Nordsee beteiligt.

Alle Großen Kreuzer waren auf Grund ihrer Leistungsparameter in Aufklärungsverbänden eingegliedert.
S.M.S. "SEYDLITZ" war von 1914 an mit kurzen Unterbrechungen Flaggschiff der Aufklärungseinheiten.

An zwei großen Schlachten sind - neben anderen Gefechten - alle großen Kreuzer während des Ersten Weltkrieges gegen die Royal Navy beteiligt gewesen:
  • im Kampf auf der Doggerbank am 23.-24.01.1915,
  • an der Skagerrakschlacht am 31.05. - 01.06.1916.
In beiden Treffen erlitt die "SEYDLITZ" schwerste Beschädigungen. Nach der Skagerrakschlacht konnte der Kreuzer nur mit größter Mühe und unter extremen Anstrengungen der Besatzung nach Hause gebracht werden.
Die Einheit lag nach mehreren Verzögerungen am 6.6.1916 wieder in der Schleuse zur III.Einfahrt in Wilhelmshaven fest (siehe hierzu auch Hansen im R. 138-2012, Seite 6672).
Nun noch einige Details zum Großen Kreuzer "SEYDLITZ":
Bauwerft war Blohm und Voß in Hamburg, Kiellegung am 04.02.1911, Stapellauf am 20.03.1912, in Dienst am 22.05.1913.
Antrieb: zwei Satz Marineturbinen auf vier Wellen, die dem Schiff eine Geschwindigkeit von 29 sm/h verliehen.
Besatzung: 43 Offiziere, 1025 Mann - als Flaggschiff 56 Offiziere und 1087 Mann.
Weitere Details, z.B. bei der Bauweise oder Bewaffnung sind der entsprechenden Fachliteratur zu entnehmen.
Die Post des Schiffes.
Nach Pohlmann/Kessing wurde S.M.S. "SEYDLlTZ"ab 22.05.1913 die MarineSchiffspostausrüstung Nr. 36 zugeteilt.
Vor dem Ersten Weltkrieg nahm das Schiff an vier Reisen teil, wovon drei in deutschen Gewässern stattfanden. Die letzte Reise vor dem Krieg ging vom 14.07.1914 bis zum 29.07.1917 nach Norwegen.
MarineSchiffspost kann von diesen Reisen nicht vorkommen, da die Verwendung der MSP in heimischen Gewässern nicht gestattet war. Post aus dieser Zeit kann also nur anhand der Absenderangabe erkannt werden.
Auch nach dem Beginn des Krieges durfte die MSP von August bis Dezember nicht zur Kenntlichmachung der Portofreiheit für die Feldpost eingesetzt werden. Dies erfolgte durch handschriftliche Hinweise, durch den Ortsstempel des Liegehafens oder durch andere Stempel.
Im Vordergrund standen dabei die Briefstempel der Einheiten. Herr Träger beschreibt im R. 107, Seite 4051 deren drei für die "SEYDLITZ".
Einer davon wurde nur als Verschlußsiegel für Dienstbriefe auf deren Rückseite verwendet. Alle Briefstempel können in roter Farbe vorkommen.
Ab Dezember 1914 kam der MSP-Stempel, No. 36" zur Kenntlichmachung der Feldpost in Anwendung. Dieser Stempel ging (vermutlich) im Gefecht auf der Doggerbank verloren, so dass ein neuer Stempel beschafft werden mußte.
Die erste Verwendung des neuen MSP-Stempel "No. 36 b" kam ab März 1915 (nicht wie im Crüsemann notiert ab April 1915) zum Einsatz.
Der zweite Stempel "No. 36 b" ist wesentlich häufiger zu finden als der erste ohne den Kennbuchstaben "b". Der zweite Stempel kann bis 1919 nachgewiesen werden.

Zwischenzeitlich vom 02.07.1915 bis zum 18.09.1915 war auch noch die MSP "No. 207" an Bord. Der Grund dafür ist unbekannt.

Da leider kein postalischer Beleg aus der Internierung in Groß-Britannien vorliegt, zeige ich Ihnen nachfolgend zwei Abbildungen des S.M.S. "SEYDLITZ" aus Scapa Flow.

Das Schiff mußte wie alle modernen Einheiten der Kaiserlichen Marine ausgeliefert werden.
Über den Firth of Forth liefen die Verbände nach Scapa Flow auf den Orkney-lnseln in Nordschottland. In der Bucht von Cava ging die Flotte vor Anker.

Am 21.06.1919 versenkten die eigenen Besatzungen ihre Schiffe, was auch für den Schweren Kreuzer "SEYDLITZ" zutraf.

Anmerkungen zu meinem Bericht:

Die marinegeschicht/ichen Fakten stammen aus Hildebrand/Röhr/Steinmetz - "Die deutschen Kriegsschiffe", Mundus-Verlag, Seite 159 im Taschenbuchband 7.
Die technischen Details aus Koop/Schmolke - "Die großen Kreuzer", Bernd und Graefe Verlag, Seite 65 ff.
Die philatelistischen Aussagen aus Pohlmann/Kessing - "Handbuch der MarineSchiffspost", Hauschild-Verlag, Seite 384.
Die gezeigten Belege entstammen aus den Sammlungen von Holger Hansen (582) und Dr. Horst Fügener (674).
Sollten Sie lieber Leser weitere Details zum Thema haben, würde ich mich über eine Information an meine eingangs genannte Adresse sehr freuen.



Einen detaillierten Bericht über die Marine Schiffspost auf dem kleinen Kreuzer "Cormoran" (I) und dem Hilfskreuzer "Cormoran" (II) bekommen Sie, wenn Sie auf das Bild links klicken.



Gefälschter Stempel der Linie Hamburg-Westafrika aufgetaucht.

Ein Heimatsammler hat mir den oben abgebildeten Brief vorgelegt, mit der Bitte, ihm Schiff und Verwendungszeit zu nennen, damit er den Beleg in seiner Heimatsammlung "Trudering" richtig beschreiben könne.
Er hatte den Brief bei einer e-bay Versteigerung für über € 100,- erworben.

Beim Betrachten war sofort die Fälschung des Seepoststempels erkennbar, denn der Stempel stimmt in seinen Proportionen und den Schriftgrößen mit den Originalstempeln nicht überein (sehen Sie dazu die folgenden Abbildungen, die den gefälschten und zum Vergleich einen Originalstempel zeigen).

Man kann wohl davon ausgehen, daß der Brief unfrankiert mit der Stempelung "Drucksache" einige Jahrzehnte in einem Nachlaß geschlummert hat, bis er von einem Fälscher für seine Zwecke entdeckt wurde.
Er frankierte den Brief mit zwei Freimarken der Deutschen Kolonie Kamerun zu 5 und 20 Pfennig (Michel Nr. 8 und 10).
Das zeigt, das er keine Kenntnisse von Portostufen hatte, da hätte er besser im Michel nachsehen sollen.
Warum dann für einen solchen Beleg auch noch ein deutscher Seepoststempel der Linie Hamburg-Westafrika gefälscht wurde, auch das ohne jegliche Kenntnisse des Gebietes, stimmt nachdenklich.
Daher lieber Sammler, heißt es aufgepaßt, ob nicht noch mehr solcher Belege auftauchen.


Sollten ähnliche Fälschungen auftauchen, würde ich mich über eine Meldung per Fotokopie freuen, damit wir dem Fälscher das Handwerk legen können. Zuschriften bitte an:
Friedrich Steinmeyer, Große Fuhren 35, D-27308 Kirchlinteln




Einige weitere Schiffspoststempel von deutschen Schiffen 2017:
Schiffspost
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DB

Für die Deutsche Bahn, Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge, verkehren auf der Route von Harlesiel nach Wangerooge die beiden Fährschiffe "Harlingerland" und "Wangerooge".
Beide Schiffe erhieltden im April 2017 eine Schiffspoststelle.
Weitere Abbildungen siehe weiter unten.
    Hier die Ersttagsdaten für folgende Schiffspoststellen:
  • DB HARLINGERLAND (055-HA-006) und DB WANGEROOGE (055-WA-001) am 20.04.2017.
  • MÜNSTERLAND am 01.05.2017 Stempel-Nr. 074-MÜ-001
  • NORDLICHT am 30.04.2017 Stempel-Nr. 074-NO-001
  • OSTFRIESLAND am 30.04.2017 Stempel-Nr. 074-OS-001
  • WAPPEN VON BORKUM am 30.04.2017 Stempel-Nr. 074-WB-001
  • MS WESTFALEN am 29.04.2017 Stempel-Nr. 074-WF-001
Am 3. Mai wurde auf dem Feuerschiff "Borkumriff" eine Schiffspoststelle eingerichtet.
Das Schiff fuhr am 3.5. von Borkum nach Hamburg zum Hafengeburtstag.
Dort kann man ja für einen Stempel vorbeischauen.
Schiffspost




Das Exponat “Die Schiffspost-R-Zettel der deutschen Bundesmarine”
von Hans-Ulrich Ruffing ist mit 108 Seiten auf der Website des BDPh.e.V. (Exponate online / Postgeschichtliche Sammlungen) unter diesem Link zu finden:

http://www.exponate-online.de/e_exponat.asp?a=1&e=148, klicken Sie mal auf diese Zeile !

Herr Ruffing hatte diese Sammlung im letzten April in Hamburg auf der NORDPOSTA/SEEPOSTA ausgestellt, das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!




Schiffspost
Von der PS 101 zurückkehrend, legte PFVS POLARSTERN am 23.10.2016 morgens früh um 8:00 an der Pier der Lloyd Werft in Bremerhaven an.
Die Post kam mit dem bekannten Schiffspoststempel und dem nebenstehenden Expeditionsstempel zurück.
Nach dem obligatorischen Werftaufenthalt gingen am 11. Nov. 2016 nachmittags 25 "Scholars" aus aller Welt und 11 Dozenten, 6 Wissenschaftler/innen, 9 Logistiker und zwei Wetterdienstitarbeiter an Bord.
Die "POLARSTERN" verließ zur PS 102 am 12. Nov. frühmorgens Bremerhaven und nahm Kurs auf die Nordsee.
Den Verlauf der Antarktisreise, die erst am 21. April 2017 in Bremerhaven endet, entnehmen Sie bitte der AWI - Website https://www.awi.de (Infrastrukturen FS POLARSTERN, Fahrtplanung, Fahrpläne).
Nach dem "Open Ship" am 22./23.4.2017 und dem Werftaufenthalt geht es am 24. Mai 2017 wieder auf Arktis-Reise.
Das Fahrtprogramm des FS POLARSTERN ab Mai 2017:
  • PS 106/1 24.05. - 21.06.2017 Bremerhaven - Longyearbyen
  • PS 106/2 23.06. - 20.07.2017 Longyearbyen - Tromsö
  • PS 107 23.07. - 19.08.2017 Tromsö - Tromsö
  • PS 108 22.08. - 09.09.2017 Tromsö - Tromsö
  • PS 109 12.09. - 14.10.2017 Tromsö - Bremerhaven
    15.10.- 19.12.2017 Bremerhaven - Wertliegezeit
  • PS 110 20.12.2017 - 15.01.2018 Bremerhaven - Capetown
  • PS 111 19.01. - 14.03.2018 Capetown - Punta Arenas
  • PS 112 17.03. - 06.05.2018 Punta Arenas - Port Stanley
  • PS 113 08.05. - 10.06.2018 Port Stanley - Bremerhaven
    11.06. - 09.07.2018 Werftaufenthalt Bremerhaven

Einlieferungen (max. 2 Belege pro Fahrt) sind möglich über:
Chief Radio Officer, FS "POLARSTERN", c/o Alfred-Wegener-Institut, Logistik,
Postfach 12 0161, 27515 Bremerhaven (sicherste Anschrift).




AG Ems
AG Ems
Bereits im November 2016 wurde bekannt, dass auf folgenden Schiffen der Reederei AG EMS im Frühjahr 2017 eine Schiffspoststelle eingerichtet werden soll:

MS NORDLICHT: Baujahr 1989; Lü A 36,10 m, Breite 9,44 m; Tiefgang 1,55 m; Geschwindigkeit: 38 kn; PS: 2 x 2.774; Fahrgäste 272 Personen;

MS MÜNSTERLAND: Baujahr 1986; LüA. 78,80 m, Breite 12,60 m, Tiefgang 2,59 m, Geschwindigkeit 15,5 kn, Antriebleistung 2 x 1.300 PS, Passagiere 1200 Personen, Pkw max.

MS OSTFRIESLAND: Baujahr 1985 (Umbau bis 1/2015), LüA.94 m, Breite 12,60 m, Tiefgang 2,40 m, Geschwindigkeit 16 kn, Antriebsleistung 2 x 1.564 PS, Fahrgäste 1200 Personen, Pkw max. 70.

AG Ems

MS WESTFALEN: Baujahr 1972 (Umbau 1990), LüA 75,34 m, Breite 12,60 m, Tiefgang 2,41 m, Geschwindigkeit 15,5 kn, Antriebsleistung 2 x 1.250 PS, Fahrgäste 1200 Personen, Pkw max. 70.

MS WAPPEN VON BORKUM: Baujahr 1976, Umbau 1995; LüA 42,67 m; Breite 7,82 m, Tiefgang 1,02 m, Geschwindigkeit 12,5 kn, Antriebsleistung 2 x 380 PS, Fahrgäste 358 Personen.

AG Ems



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Der russische Atomeisbrecher 50 LET POBEDY (50 YEARS OF VICTORY) wird vom 14.-27.06.2017 und 25.06.-08.07.2017 für die POSEIDON EXPEDITIONS wieder Expeditionsfahrten zum Nordpol unternehmen.
Die Reisen - ab 27.995 € - beginnen und enden in Murmansk. Abfahrt ist jeweils am 2. Tag der Reise - Rückkehr/Ausschiffung am 13. Tag.
Maximal 128 Passagiere können an der Reise teilnehmen.
Eine weitere Fahrt wird von IKARUS TOURS, Königstein, vom 09.-22.07.2017 als PolarNEWS - Leser-Kreuzfahrt durchgeführt.
Zwei Fahrten vom 20.07.-02.08.2017 und 31.07.-13.08.2017 sind im Programm von POLARADVENTURES, Lüneburg, http://www.polaradventures.de/download/P-A-50YEARSOFVICTORY.pdf ausgeschrieben. Reiseveranstalter ist QUARK - Expeditions.
Anscheinend ist die Nachfrage wieder besser geworden (trotz Preisen ab 25.999 €), so dass statt der drei Fahrten nunmehr sogar fünf Fahrten geplant sind.
Adresse:
ATOMFLOT, 183017 Murmansk, a/i "50 Years Victory", Captain.
Die Beschaffung von Belegen ist leider äußerst schwierig geworden. Das Porto beträgt z.Zt. 35 Rubel.
Empfehlenswert ist die Beilage einer "Bearbeitungsgebühr" - ca. 3-5 US$ - wobei damit aber keine Garantie für eine sichere Bearbeitung und Rückkehr des Beleges gegeben ist!
Und rechtzeitige Einsendung der Post - denn die Wege nach Murmansk sind lang und mit mindestens drei Wochen einzuplanen!
Über diese Anschrift können Sie übrigens alle Atomeisbrecher Russlands erreichen.



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U S   N A V Y

Der Flugzeugträger USS GEORGE H.W. BUSH CVN-77 ist am 21. Jan. 2017 mit der Carrier Strike Group (CSG) - den Zerstörern USS LABOON / DDG-58, USS TRUXTUN / DDG -103, den Kreuzern USS PHILIPINE SEA /CG-58 und dem USS HUE CITY / CG-66 - zu einem Einsatz ins Arabische Meer ausgelaufen.

Das Transportdockschiff USS JOHN P. MURTHA wurde am 8. Oktober 2016 in Philadelphia PA in Dienst gestellt.

Zur Indienststellung des Zerstörers USS ZUMWALT / DDG-1000 in Baltimore gab es am 15. Okt. 2016 einen Sonderstempel.

USS THEODORE ROOSEVELT / DVN-71 feierte am 25. Okt. 2016 seinen 30. Jahrestag der Indienststellung.

USS ENTERPRICE / CVN-65 wurde am 3. Febr. 2017 in der Werft von Newport News VA außer Dienst gestellt.
Das Bordpostamt soll bereits am 17. Jan. 2017 geschlossen worden sein. Es gibt aber bereits vorgestempelte Belege mit dem Datum JAN 27 2017 und FEB 3 2017.

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Geplant ist eine neue USS ENTERPRISE mit der Kennnummer CVN-80.
Mit dem Baubeginn wird im Jahre 2018 gerechnet.



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